Dr. Hauschka

Heilpflanzen im Forschungslabor.

Für die Entwicklung und Optimierung unserer Produkte, für die Auswahl der geeigneten Pflanzen, deren Anbau, Lagerung und Verarbeitung brauchen wir verlässliche Informationen. Wir möchten verstehen, welche Inhaltsstoffe und welches Wesen eine Pflanze ausmachen. Und wie wir ihre Eigenschaften für unsere Produkte am besten erschliessen können.

Professor Florian Stintzing leitet die Forschungsabteilung der WALA. Der Lebensmitteltechnologe arbeitet im Team mit rund 50 Kolleginnen und Kollegen, zu denen Pharmazeuten, Biologen, Geo-Ökologen, Chemiker und Lebensmittelchemiker gehören. Zusammen beantworten sie Fragen aus den verschiedensten Fachbereichen der WALA. Je nach Aufgabenstellung kooperieren die hauseigenen Experten mit Wissenschaftlern an Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen. „Wir wissen, was wir können, sind uns aber auch bewusst, wo wir auf Expertise von aussen angewiesen sind. Die verschiedenen Blickwinkel auf eine Fragestellung zusammenzubringen, ist dabei ganz entscheidend für den Erkenntnisfortschritt“, so Stintzing.

„Wenn ein neues Produkt entsteht, ist die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Galenischen Entwicklung besonders eng. Wir arbeiten von Anfang an Hand in Hand, wir spielen uns die Bälle sozusagen über den Gang zu. So entsteht kreative Lebendigkeit, die sich auch im Produkt spiegelt.“

Phytochemische Beweisführung.

Im Zuge der Produktentwicklung spielt das Verständnis für die Pflanzen eine entscheidende Rolle. Die Standortfrage, der Erntezeitpunkt und die Verarbeitung müssen definiert sein. Hierzu leisten sorgfältig erhobene Daten einen wertvollen Beitrag: Dank hausinterner Forschung ernten zum Beispiel unsere Gärtner den Frauenmantel (Alchemilla vulgaris ) erst im August. Denn dann hat die Pflanze ein Maximum an hautwirksamen Gerbstoffen gebildet, die wir zum Beispiel in unserer Beruhigende Maske schätzen.

Andere Pflanze, andere Frage: Beim Sonnenhut interessiert die zum Produkt passende Pflanzenspezies und die Art der Aufbereitung – Essenz, wässriger Auszug oder Presssaft? Unsere Forschungsabteilung bescheinigt dem Presssaft aus der kaum bekannten Echinacea pallida die höchste Wirksamkeit für die Lippenpflege. Dieses Ergebnis wird vom Institut für Virologie der Universität Heidelberg bestätigt. Und so finden Sie den Presssaft dieser Pflanze zum Beispiel in der Dr.Hauschka Med Akut Lippenpflege Labimint.

„Derart handfeste Erkenntnisse sind nicht nur für WALA, sondern auch für die Wertschätzung und die Differenzierung naturkosmetischer Produkte wesentlich.“ 
Prof. Dr. Florian Stintzing

Der ideale Standort für den Salbeianbau, die Stabilität ätherischer Öle, die Qualität von Quittenwachs, das Geheimnis der Mittagsblume – all das sind hochaktuelle Forschungsthemen. Unsere Daten fliessen direkt in Produktentwicklungen ein, helfen bei Fragen der Rezepturoptimierung oder geben schon viel früher in der Kette Hinweise für eine adäquate Rohstoffbewertung. Wenn Forschungsergebnisse von generellem wissenschaftlichem Interesse sind, veröffentlichen wir sie in nationalen und internationalen Fachzeitschriften.

So profitieren auch andere vom Erkenntnisgewinn innerhalb der WALA.